Ein neuer Tonträger: Die Stockfisch DMM-DUBPLATE

Es ist immer spannend, wenn man von einem Endprodukt, wie z.B. einer Vinyl-Schallplatte, bis auf die Quelle dieses Formats zurückgeht. Genau das dokumentiert unsere DMM-Dubplate. Auf dem Weg von der Überspielung zur gepressten Schallplatte gehen viele klangliche Details verloren. Unsere DMM-Dubplate kann natürlich keine Alternative zu einem Massenprodukt wie der bekannten gepressten Vinyl-Schallplatte sein. Für ambitionierte Hörer jedoch ist unser Experiment sicherlich sehr erkenntnisreich und genussvoll.

Hier eine technische Beschreibung unseres neuen Formats:

Wir schneiden das Musikprogramm auf kupferbeschichtete Edelstahlplatten – mit der gleichen Technik, wie wir sie bei der DMM Überspielung für Presswerke einsetzen. Unsere DMM-Dubplate hat annähernd den gleichen Durchmesser wie eine Schallplatte (die DMM-Dubplate ist aus produktionstechnischen Gründen etwas größer als eine Vinyl-LP) und kann auf jedem Plattenspieler abgespielt werden. Sie umgeht damit die deutliche Qualitätsminderung einer gepressten Schallplatte, die Folge der galvanischen Umformungsprozesse, des verwendeten Granulats, des Pressvorgangs, etc. ist.

Auf einer DMM-Dubplate dagegen gibt es keine Vorechos und kein Knistern. Das hochreine Phosphat-Kupfer hat nahezu kein Rillengeräusch und nur selten kleine Klicks. Sie können Ihren gewohnten Auflagedruck des Pickups beibehalten. Allerdings ist die DMM-Dubplate nur einseitig kupferbeschichtet und daher nur einseitig bespielbar. Weil es sich um ein Unikat handelt, ist Ihr Name auf dem Label zu lesen.

Stockfisch DMM-DUBPLATE Vol.1

Es gibt einen ersten Test im HIFI & MUSIK JOURNAL, den der Fachjournalist Joachim Pfeiffer verfasst hat:

"Günter Pauler, Gründer und Motor von Stockfisch Records gilt weltweit als einer der besten Toningenieure. Manche sagen sogar, er sei der beste überhaupt. Nun hat der Klangmagier einen neuen Tonträger erfunden, der akustisch jede gepresste Schallplatte ins Abseits stellen will. (…)

Wow, jede Dubplate ist also ein Unikat, denkt sich der Autor und zieht die beigelegten weißen Handschuhe an, um die DMM-Dubplate vorsichtig aus der Hülle zu befreien. Denn Körperschweiß auf der Kupferfläche hätte (nach Entfernen desselben) keine klanglichen Veränderungen, sehr wohl aber optische – das Kupfer würde halt ein wenig „anlaufen“. Ja, da bekommt selbst der ausgebuffte Profi feuchte Hände, als sich der Tonarm auf das Kupfer senkt. Zu hören ist quasi NICHTS in der Einlaufrille und dann tönt eine vertraute Stimme, die man so von der Schallplatte noch nicht kannte: Chris Jones intoniert die Hymne für Audiophile: "No Sanctuary Here". Ohne Vorankündigung, denn tatsächlich gibt es prinzipbedingt kein Vorecho.

Dem Umstand geschuldet, dass statt üblicher Störgeräusche, die jeder Analog-Fan so selbstverständlich hinnimmt wie das Vogelgezwitscher im Wald, nur das sanfte Rauschen des Phonozweigs zu vernehmen ist, dürfte der Pegelsteller beim ersten Rendevous mit Paulers Power-Plate in der Regel zu weit aufgezogen sein.

Fünf Songs sind auf Volume I der DMM Dubplate zu hören. Seien Sie, lieber Leser versichert, dass Sie noch nie in Ihrem Leben zuvor so eine Schallplatte hören durften. Selbst die (gepressten) Direkt-Schnitte aus der vordigitalen Zeit fallen dagegen schon fast bizarr ab.

Das HiFi & Musik Journal wird sich intensiv mit diesem neuen Tonträger befassen, weil ja auch die Frage geklärt werden muss, ob die Scheibe womöglich den Tonabnehmer schneller altern lässt. Und, by the way, wie verändert sich der göttliche Klang der Platte auf Dauer? Zwar ist der Preis für so eine Dubplate mit 678,- Euro nicht gerade ein Sonderangebot, angesichts des Aufwands ist er aber auf jeden Fall gerechtfertigt. Zumindest eine dieser Wunderscheiben sollte sich jeder Fan sichern."

                                                                                     Joachim Pfeiffer, in: HIFI & MUSIK Journal, 5.5.2020

Stockfisch-Shop                Erhältlich ab 2.6.2020.

The Stockfisch DMM-CD/SACD Vol.2



The Stockfisch DMM-CD/SACD Vol.2