| Lächelnd sitzt er am Flügel, das dunkle Studio mit dem Fazioli, die weißen Tasten und sein Hemd als helle Nuancen im Raum Gergely Bogány, der ungarische Pianist. Nacht im Studio, Katzenaugen glühen, Klänge schlafen noch. Gleichsam schwerelos gleiten seine Finger über die Tasten. Die ersten Töne der Nocturne b-moll fluten die nächtliche Stille. Nun erweckt er Nocturne um Nocturne, kraftvoll und elegant, versunken und mitreißend. Die Luft vibriert, die Katze schnurrt ein Schlaflied, die letzten Klänge der Nocturne cis-moll perlen in die morgendliche Dämmerung. |
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Gergely Bogányi gehört zu den besten Pianisten Ungarns. Außergewöhnlich experimentierfreudig und sympathisch. Er war so fasziniert von den Piano-Recordings aus Northeim, dass er spontan beschloss, aus seinem Chopin Repertoire für Stockfisch eine Doppel-Hybrid-SACD einzuspielen: In wenigen Stunden waren sämtliche 21 Nocturnes von Frédéric Chopin eingespielt. Eine Meisterleistung an Konzentration und Können! Der Direct-Cut-DSD Layer bringt den FAZIOLI 308-Flügelsound pur. |
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Gergely Bogányi - Frédéric Chopin: 21 Nocturnes - Best.Nr. SFR 357.4051-2.2 |
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Diese Doppel-Hybrid-SACD kann auf jedem herkömmlichen CD-Player abgespielt werden, da sie je einen 16bit Hybrid-Layer enthält. Zum Abspielen des DSD Stereo-Sounds wird ein SACD-Player benötigt.
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Gergely Bogányi wurde 1974 im ungarischen Vác geboren und begann mit dem Klavierspiel im Alter von 4 Jahren. Sein Klavierstudium nahm er an der Budapester Liszt Akademie auf. Anschließend studierte er an der Sibelius Akademie in Helsinki und an der University of Indiana in Bloomington. |
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"Das Es-Dur-Nocturne op.9 Nr. 2 ist so populär, dass es sogar in verkitschten hotellobbytauglichen Streicherarrangements mit Richard-Clayderman-Appeal verbraten wurde. Die übrigen Nocturnes fristen jedoch gegenüber den Balladen oder Scherzi zu Unrecht ein Nischendasein; weder Argerich noch Kissin noch Zimerman nahmen sie bisher auf, und Pollini wurde 63, ehe er sie auf CD brachte. Der junge ungarische Pianist Gergely Bogányi spielte nun alle 21 auf dem weltgrößten Serienflügel (Fazioli 308 cm!) ein, der insbesondere den Basstönen auch im Piano-Bereich eine enorme Fülle und Wucht verleiht.
Während sich Pollini in seiner Darstellung streng am Text orientiert und agogisch nur im Mikrobereich agiert, nähert sich Bogányi den Nocturnes mit romantischer Subjektivität in der Tradition eines Chopin-Spielers alter Schule und gestaltet die von Bellini beeinflusste Melodik bisweilen improvisatorisch-frei mit viel Rubato-Gebrauch. Welche Lesart vorzuziehen ist, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen, denn pianistisch kann der Ungar dem italienischen Starvirtuosen durchaus das Wasser reichen. So beeindruckt sein Spiel durch eine enorme Farbigkeit: Die ostinaten Begleitfiguren murmeln bei Bogányi in samtiger Fülle, während sich darüber eine strahlende Oberstimme entfaltet. Für jede der vielfältigen nächtlichen Stimmungen hält er die passende Schattierung bereit, und seine Sorgfalt beim Abphrasieren überzeugt ebenso wie die brillante Ausführung von Chopins pianistischen Koloraturen; allenfalls manche langsamen Tempi wirken etwas manieriert. Exzellente Aufnahmetechnik, die Stereo-SACD-Spur lässt den Flügel noch etwas voller klingen und vermittelt mehr Raumklang als die CD-Spur." Mario-Felix Vogt, in: Fono Forum 09/2008 |
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